Schneerunzel und die Spessarträuber

oder: Wann kommt denn endlich der Prinz mit seinem blöden Gaul…?

Recht frei nach den Gebrüdern Grimm und William Shakespeare – auf jeden Fall im grünen Wald von Spessartien!

Mit Musik von: Tschaikowsky, Händel, W.A. Mozart, Henry Mancini, G. Verdi, Peter Kreuder, A. L. Webber, Joan Jett and the Heartbreakers, C.M. von Weber, ACDC, Volkslieder aus Deutschland und Frankreich u.v.m.

Wohlauf, die Luft geht frisch und rein im grünen Wald von Spessartien. Hinter den sieben Bergen, wo die Eichen trotzig ragen, der bunte Specht die Waldestrommel schlägt und das muntre Rehlein springt, steppt der…nein, regiert eigentlich Hirsch Hubertus, seines Zeichens König des Waldes.

Drunten im Tale, wo hohe Tannen die Sterne weißen,  lebten im Schloss auf dem Burgberg der hundertprozentige Graf Dietrich von und zu Müller Thurgau-genannt Didi, den täglich prickelnde Sorgen beschäftigten und seine Gattin, die liebreizende Gräfin Nadja derer zu  Weibersbrunn – Naddel – die sich im Bewusstsein der schweren Bürde gräflicher Verantwortung mit voller Hingabe den anstrengenden Aufgaben des täglichen Schönseins widmete.

In unmittelbarer Nachbarschaft hauste, wie kann es anders sein, die von aller Welt gefürchtete Zauberin Heidi K., die vor allem einen prächtigen Garten mit einem hohen Turm hatte.

Da verirrt sich eines lauen Frühlingsabends Abends der Klapperstorch in die gräflichen Auen  und legt –schwupps, hast Du nicht geseh’n -ein Ei unter den Kirschbaum. Ein Mädchen, Komtesse Cadenza Virtuosa, Schneerunzel gerufen- so schön wie der helle Tag und mit Haaren goldglänzend.

Gesegnet mit einer Stimme wie reinster Honigseim zeigt Schneerunzel bereits früh

ein gewisses –  ausdrucksstarkes – Talent: wenn sie loslegte, hielt die Welt den Atem an, so dass den gräflichen Eltern die Lösung mit dem Turm nicht  ganz ungelegen kam…

Jenseits des Tales beschloss eines Tages der in erster Linie  gut aussehende und sangesfreudige Infante Don Chorizo in die weite Welt zu ziehen, sich vor nichts zu fürchten und  ein Weibchen nach Hause zu führen. Als er zufällig hoch auf seinem feurigen Ross durch Spessartien reitet und die lieblichste aller Stimmen hört, nimmt das Schicksal seinen Lauf. Denn horch was kommt von draußen rein treibt sich allerleih lichtscheues Gesindel im Wald herum. Gleich Siebene auf einen Streich- wilde Gesellen vom Sturmwind durchweht-allesamt gefürchtete Spessarträuber.

Wie gefährlich Spessarträuber in Wahrheit sind, was es mit dem Fluchen der Zauberin auf sich hat, warum eine Tomate nicht weiß, was es bedeuten soll, ob es die Nachtigall war und nicht die Lerche, welche Rolle der Kuckuck spielt und ob die lustigen Tage doch noch kommen?

Hubertus hat auf jeden Fall alle Hufe voll zu tun, damit ihm das Ruder nicht aus der Hand läuft!

Libretto, Arrangements, Regie: Sabine Geis