Der LV Hessen im BDZ

In der Zeit der Gründungen des DMGB Deutschen Mandolinisten- und Gitarristenbundes und DAMB Deutschen Arbeiter-Mandolinisten-Bundes 1919 bzw. 1923, die als Vorgänger des BDZ gelten, bestand das heutige Bundesland Hessen noch aus dem Großherzogtum Darmstadt, Hessen-Nassau und Hessen-Kassel.

Bereits 1920 wurde die erste Landesvereinigung des DMGB im heutigen Bundesland Hessen als „Rhein-Main-Gau“ mit Sitz in Darmstadt gegründet. Es folgten zahlreiche Neugründungen von Orchestern, Konzerte und Wettstreite fanden statt. 1926 fand das erste Bundesmusikfest des DMGB im hessischen Kassel statt.

Nach dem Wiederaufleben der beiden Verbände DMGB und DAM (vorher DAMB) entwickelten sich im Hessen der Nachkriegsjahre verstärkte Aktivitäten. Herausragendes verbandspolitisches Ereignis war 1963 die Gründungsversammlung des neuen Dachverbandes BDZ in Kassel. Der neue „Landesverband Hessen im Bund Deutscher Zupfmusiker“ begann, sich selbst zu verwalten. Aufgaben und Zielsetzungen sind denen des BDZ gleich. Sie können innerhalb des Landesverbandes jedoch gezielter und individueller dem jeweiligen Bedarf der Mitglieder angepasst und umgesetzt werden.

Seit 1966 finden LANDESMUSIKFESTE statt, die in verschiedenen Städten ausgetragen wurden: 1966-Kassel, 1967-Gießen, 1979-Grünberg, 1981-Langen, 1983-Darmstadt, 1985-Wiesbaden, 1988-Gründau-Lieblos, 1991-Fulda, 1996-Kassel (Tage der Zupfmusik), 2000-Darmstadt.

Landesmusikfeste dienen u.a.

  • der Präsentation von Zupfmusik auf höchstem Niveau durch international agierende professionelle Künstler und richtungweisender Literaturauswahl und damit verbundener vorbildgebender Interpretation von Orchesterwerken
  • die Möglichkeit der Selbstdarstellung der Mitgliedsorchester
  • der Weiterbildung von instrumentaltechnischen Fähigkeiten
  • der Anregung zur Beschäftigung mit neuer Spielliteratur
  • der Erweiterung der musikalischen Erfahrungen und Motivationsförderung
  • Erörterung von Fragen zur qualifizierten Aus- und Fortbildung von OrchesterspielerInnen

Im Jahr 1969 wurde als erstes Landesverbandsorchester des BDZ das Hessische Zupforchester HZO als überregionale Fortbildungsmaßnahme gegründet.

1979 wurden die ersten Fortbildungslehrgänge ausgeschrieben, die sehr gut angenommen und seit dem jedes Jahr angeboten werden. Zu dem Fortbildungsangebot für Mandolinen- und Gitarrentechnik kamen Dirigentenlehrgänge, Lehrgänge zur Erreichung der Qualifikationsprüfungen D1-D3, Regionalseminare in Nord- und Südhessen und die Einrichtung eines „Mobilen Dozenten-Teams“ zu individuellen Lehrgängen für Mitgliedsvereine.

1980 folgte die Gründung eines Jugend Zupforchesters Hessen, dass JZOH.

1992 wurde der Landesverband zum eingetragenen Verein im Vereinsregister Frankfurt unter der Bezeichnung „Bund Deutscher Zupfmusiker – Landesverband Hessen e.V.“ Er ist als gemeinnützig anerkannt und Mitglied im Landesmusikrat Hessen, der Arbeitsgemeinschaft Hessischer Musikverbände (AHM), der Jeunesse Musicale Deutschland sowie der European Guitar and Mandolin Association (EGMA).

2002 wurde neben dem JZOH noch ein Jugendgitarrenorchester Hessen, dass JGOH gegründet.

In Hessen sind derzeit 32 Zupforchester mit ca. 750 aktiven Mitgliedern dem Landesverband angeschlossen.